Über das Tanzen

Möglich sind auch verschiedene Gangarten

auf dem Weg zu unseren Zielen.

Manche machen sich darüber lustig und sagen:

du machst zwei Schritte vor und einen zurück,

dann sogar seitlich links vielleicht

und auch mal einen seitlich rechts.

 

Bis wir merken, das ist ja ein Tanz.

So erreichen manche ihre Ziele sogar tanzend -

wenn man sie lässt.

 

Und andere denken von ihnen:

die können ja nicht mal ordentlich geradeaus gehen.

Ob nun stramm geradeaus oder getanzt:

Ich wünsche einen guten Tag!

 


Ohne Blumen, ohne Träume

ohne Spaß und Purzelbäume

ohne Tanz und ohne Speck

hat das Leben keinen Zweck!

 


Solltest du bemerken, dass du dich im Kreis drehst, ist es höchste Zeit aus der Reihe zu tanzen.

Ich lobe den Tanz
denn er befreit den Menschen
von der Schwere der Dinge
bindet den Vereinzelten
an die Gemeinschaft

Ich lobe den Tanz
der alles fordert und fördert
Gesundheit und klaren Geist
und eine beschwingte Seele

Tanz ist Verwandlung
des Raumes, der Zeit, des Menschen
der dauernd in Gefahr ist
zu zerfallen ganz Hirn
Wille oder Gefühl zu werden

Der Tanz dagegen fordert
den ganzen Menschen
der in seiner Mitte verankert ist
der nicht besessen ist
von der Begehrlichkeit
nach Menschen und Dingen
und von der Dämonie
der Verlassenheit im eigenen Ich

Der Tanz fordert
den befreiten, den schwingenden
Menschen
im Gleichgewicht aller Kräfte

Ich lobe den Tanz

O Mensch lerne tanzen,
sonst wissen die Engel
im Himmel mit dir
nichts anzufangen!

Augustinus Aurelius, 345-430


 

Diejenigen, die die Musik

nicht hören können, glauben,

dass diejenigen, die tanzen, verrückt sind.